Aktionstag für die Schulgeldfreiheit in der Heilerziehungspflege am 05.05.2022 in ganz Niedersachsen

Liebe Heilerziehungspflegeschüler*innen und Lehrkräfte,
Menschen mit professionellen Assistent*innen,
Fachkräfte in der Heilerziehungspflege,
Anbieter im Rahmen der Eingliederungshilfe,
sowie weitere Interessierte,

wie wir alle wissen und alltäglich erleben, sind Fachkräfte in der Behindertenhilfe rar. Aus diesem Grund muss die Ausbildung dieses vielseitigen Berufes attraktiver gestaltet werden. Ohne Ausbildungs-vergütung, aber mit Schulgeld an nicht staatlichen Schulen (die Hälfte aller Heilziehungspflegeschulen sind in freier Trägerschaft), werden es sich immer wenige junge Menschen leisten wollen und können, in die Heilerziehungspflege zu gehen.

Wir als Bündnis HEP setzen uns für die Schulgeldfreiheit in der Heilerziehungspflege ein.
Trotz jahrelanger Versprechungen, vieler Gespräche mit Politiker*innen und einer groß angelegten Mail-Aktion der Schüler*innen im letzten Jahr, ist diese Schulgeldfreiheit wieder aus dem Doppelhaushalt des Landes für 2022 und 2023 gestrichen worden. Das ist unbegreiflich und auch nicht hinnehmbar!

Aber jetzt erst recht: Wir wollen laut werden und weiter um in der Öffentlichkeit werben und kämpfen.
Wir wollen die Schulgeldfreiheit damit als Thema für die Landtagswahl setzen, damit nach der Landtagswahl im Herbst 2022 die Schulgeldfreiheit endlich im Nachtragshaushalt für das Jahr 2023 verankert wird. Fachschulen für Heilerziehungspflege in freier Trägerschaft sollen von der Landesregierung das Schulgeld ersetzt bekommen, welches sie von Schüler*innen erheben müssen, weil ihnen weniger Finanzhilfe zusteht als staatlichen Schulen im gleichen Ausbildungsgang. So ist es in der Altenpflege 2013 geschehen. Für andere sozialpflegerische Berufe ist es ebenfalls entschieden worden. Die Heilerziehungspflege steht jetzt schon 9 Jahre zurück – ausgetragen auf dem Rücken der Schüler*innen. Ist die Eingliederungshilfe hier weniger wert? So geht das nicht weiter. Das muss öffentlich werden.