Niedersächsische Landesverbände des Paritätischen und der Lebenshilfe unterzeichnen Erklärung für Menschlichkeit und Vielfalt im Superwahljahr 2021

(Hannover, 02.03.2021) Mit einer gemeinsamen Erklärung zeigen zum Auftakt des Wahljahrs mehr als 400 Verbände, Initiativen und Einrichtungen aus dem Bereich der Behindertenhilfe und der Sozialen Psychiatrie gemeinsam klare Haltung gegen Rassismus und Rechtsextremismus und warnen vor Hetze und Stimmungsmache rechter Akteur*innen. „Wir beobachten mit Sorge, wie manche politische Akteure eine Stimmung zu erzeugen versuchen, die Vorurteile, Hass und schließlich auch Gewalt gegen Menschen mit Behinderungen, mit psychischen und physischen Krankheiten schürt“, sagt Birgit Eckhardt, Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Niedersachsen e.V. Landesgeschäftsführer Frank Steinsiek vom Lebenshilfe Landesverband Niedersachsen e.V. ergänzt: „Diese Menschen wollen nicht nur Menschen mit Behinderungen aus unserer Gesellschaft ausgrenzen, sie machen Front gegen alle, die sich für eine offene und vielfältige Gesellschaft engagieren.“ Paritätischer und Lebenshilfe haben die Erklärung „Wir für Menschlichkeit und Vielfalt“ mitgezeichnet.

Den kompletten Text der Erklärung gibt es unter www.wir-fmv.org. Darin heißt es unter anderem: „Wir treten ein für Menschlichkeit und Vielfalt. Und wir sind nicht alleine: Wir stehen für Millionen Menschen in Deutschland, die das Auftreten und die Ziele von Parteien wie der Alternative für Deutschland und anderer rechter Bewegungen entschieden ablehnen“, heißt es in der Erklärung. Die AfD habe vielfach gezeigt, dass sie in ihren Reihen Menschen- und Lebensfeindlichkeit dulde, sie fördere Nationalismus, Rechtspopulismus und Rechtsextremismus. Heute sei daher plötzlich „wieder an der Tagesordnung, was in Deutschland lange als überwunden galt“, warnen die Unterzeichnenden, zu denen auch mehr als 20 Mitgliedsorganisationen des Paritätischen aus ganz Niedersachsen zählen.

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Menschen mit Beeinträchtigungen schützen
Corona: Lebenshilfe-Wohnheime und Dienste brauchen Schutzausrüstung

(Hannover 01.04.2020) Menschen mit Beeinträchtigungen müssen vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus besonders geschützt werden. Nach dem in Niedersachsen der 1. Todesfall und bestätigte Infektionen in einer Wohneinrichtung der Behindertenhilfe bekannt geworden sind, müssen schnellstmöglich die Wohn-Einrichtungen und Dienste der Eingliederungshilfe ausreichend mit Schutzkleidung ausgestattet werden. Auch braucht es schnelle Ergebnisse bei Corona-Tests. „Gerade Menschen mit Beeinträchtigungen und die sie begleitenden Mitarbeiter*innen sind in Zeiten der Krise auf einen besonderen Schutz angewiesen. Schnelle Tests und umfassende Schutzbekleidung sind in ausreichender Menge bereitzustellen“, so Landesvorsitzender Franz Haverkamp.

Menschen mit einem besonderen Schutzbedürfnis

In den niedersächsischen Wohnstätten der Behindertenhilfe leben mehrere tausend Menschen mit Beeinträchtigungen, die aufgrund ihrer physischen, psychischen und sozialen Situation auf einen besonderen Betreuungsrahmen angewiesen sind. Sie alle werden aktuell in ihrem Zuhause rund um die Uhr versorgt und begleitet, weil Werkstätten und Förderstätten geschlossen sowie Bildungs- und Freizeitangebote eingestellt werden mussten. Einige der Bewohner*innen haben schwere und mehrfache Beeinträchtigungen sowie Vorerkrankungen und ein bereits geschwächtes Immunsystem.

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Die Lebenshilfe Salzgitter ist dieses Jahr erstmals von der Allianz der Region als Zukunftgeber  ausgezeichnet worden.

“Wann ist ein Arbeitsplatz zukunftsfähig? Eines steht fest: Moderne technische Ausstattung allein reicht nicht aus. Es braucht auch eine gesunde Unternehmenskultur sowie innovative Formen der Zusammenarbeit und Arbeitsorganisation. Die Workshopreihe ZUKUNFTGEBER belohnt mit dem Siegel ZUKUNFTGEBER Arbeitgeber, die sich mit diesen Themen ernsthaft befassen.”