Hannover (14.10.2021)

Ein Jahr vor der Landtagswahl in Niedersachsen werden derzeit wichtige Entscheidungen getroffen. So wird der Haushalt beraten, das Niedersächsische Behindertengleichstellungsgesetz diskutiert und die Landesrahmenverträge für Leistungen für Menschen mit Beeinträchtigungen verhandelt.

„Bei diesen Entscheidungen geht es um Weichenstellungen für die Zukunft. Es geht insbesondere darum, mit welcher Haltung Niedersachsen Menschen mit Beeinträchtigungen begegnen will“, sagt der Landesgeschäftsführer der Lebenshilfe Niedersachsen Frank Steinsiek. Dabei sind der Lebenshilfe Niedersachsen insbesondere folgende Punkte wichtig:

  • Schulgeldfreiheit in der Heilerziehungspflege,
  • ein Niedersächsisches Behindertengleichstellungsgesetz mit u. a.
    • einem starken Kompetenzzentrum für Barrierefreiheit und
    • verpflichtenden Inklusionsberichten und Inklusionskonferenzen
  • Landesrahmenverträge mit mehr personenzentrierten Leistungen für Menschen mit Beeinträchtigungen

„Menschen mit Beeinträchtigungen haben sich schon während Corona kaum wahrgenommen gefüllt. Es darf nicht sein, dass nun die weiteren Entwicklungen für sie auf der Strecke bleiben“, so Steinsiek weiter.

Die Lebenshilfe Landesverband Niedersachsen e.V. wurde am 13. Oktober 1962 von 10 Orts- und Kreisvereinigungen gegründet. Heute gehören dem Landesverband 116 Mitgliedsorganisationen an. Über 75 % aller in Niedersachsen tätigen teilstationären Eingliederungseinrichtungen haben sich in der Lebenshilfe Niedersachsen als ihrem Dach- und Fachverband zusammengeschlossen. Die Lebenshilfe ist Elternvereinigung, Fachverband und Trägerin von Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigung. Der Selbsthilfegedanke hat dabei große Bedeutung. Über die Akademie für Rehaberufe bietet die Lebenshilfe Fortbildungen insbesondere für Fachkräfte, Menschen mit Beeinträchtigung und Angehörige an.

Mit Standorten in Hildesheim, Wildeshausen und Hannover ist die Lebenshilfe Niedersachsen Ausbilder in der Heilerziehungspflege in Niedersachsen. Die Geschäftsstelle des Landesverbandes der Lebenshilfe hat ihren Sitz in Hannover.

Kontakt:
Lebenshilfe Landesverband Niedersachsen e. V.
Nordring 8 G | 30163 Hannover
Tel.: 0511 . 909 257 00
FAX: 0511 . 909 257 11
E-Mail:

Zum europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 05.05.2021

 

Par|ti|zi|pa|ti|on* ist ein schwieriges Wort!

 

(Hannover, 04.05.2021) Zum europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 05.05.2021 erinnert die Lebenshilfe daran, Menschen mit Beeinträchtigung direkt in Prozesse einzubeziehen. Das Vorstandsmitglied der Lebenshilfe Niedersachsen Frank Franke sagt dazu: „Es wäre gut gewesen, wenn gerade in Zeiten von Corona auch Gespräche mit uns geführt worden wären.“ Moni Blaszynski, ebenfalls Mitglied im Vorstand der Lebenshilfe Niedersachsen, ergänzt: „Wir sind Expertinnen und Experten in eigener Sache und wissen bei vielen Themen selbst am besten, wie es geht.“

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Niedersächsische Landesverbände des Paritätischen und der Lebenshilfe unterzeichnen Erklärung für Menschlichkeit und Vielfalt im Superwahljahr 2021

(Hannover, 02.03.2021) Mit einer gemeinsamen Erklärung zeigen zum Auftakt des Wahljahrs mehr als 400 Verbände, Initiativen und Einrichtungen aus dem Bereich der Behindertenhilfe und der Sozialen Psychiatrie gemeinsam klare Haltung gegen Rassismus und Rechtsextremismus und warnen vor Hetze und Stimmungsmache rechter Akteur*innen. „Wir beobachten mit Sorge, wie manche politische Akteure eine Stimmung zu erzeugen versuchen, die Vorurteile, Hass und schließlich auch Gewalt gegen Menschen mit Behinderungen, mit psychischen und physischen Krankheiten schürt“, sagt Birgit Eckhardt, Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Niedersachsen e.V. Landesgeschäftsführer Frank Steinsiek vom Lebenshilfe Landesverband Niedersachsen e.V. ergänzt: „Diese Menschen wollen nicht nur Menschen mit Behinderungen aus unserer Gesellschaft ausgrenzen, sie machen Front gegen alle, die sich für eine offene und vielfältige Gesellschaft engagieren.“ Paritätischer und Lebenshilfe haben die Erklärung „Wir für Menschlichkeit und Vielfalt“ mitgezeichnet.

Den kompletten Text der Erklärung gibt es unter www.wir-fmv.org. Darin heißt es unter anderem: „Wir treten ein für Menschlichkeit und Vielfalt. Und wir sind nicht alleine: Wir stehen für Millionen Menschen in Deutschland, die das Auftreten und die Ziele von Parteien wie der Alternative für Deutschland und anderer rechter Bewegungen entschieden ablehnen“, heißt es in der Erklärung. Die AfD habe vielfach gezeigt, dass sie in ihren Reihen Menschen- und Lebensfeindlichkeit dulde, sie fördere Nationalismus, Rechtspopulismus und Rechtsextremismus. Heute sei daher plötzlich „wieder an der Tagesordnung, was in Deutschland lange als überwunden galt“, warnen die Unterzeichnenden, zu denen auch mehr als 20 Mitgliedsorganisationen des Paritätischen aus ganz Niedersachsen zählen.

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Menschen mit Beeinträchtigungen schützen
Corona: Lebenshilfe-Wohnheime und Dienste brauchen Schutzausrüstung

(Hannover 01.04.2020) Menschen mit Beeinträchtigungen müssen vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus besonders geschützt werden. Nach dem in Niedersachsen der 1. Todesfall und bestätigte Infektionen in einer Wohneinrichtung der Behindertenhilfe bekannt geworden sind, müssen schnellstmöglich die Wohn-Einrichtungen und Dienste der Eingliederungshilfe ausreichend mit Schutzkleidung ausgestattet werden. Auch braucht es schnelle Ergebnisse bei Corona-Tests. „Gerade Menschen mit Beeinträchtigungen und die sie begleitenden Mitarbeiter*innen sind in Zeiten der Krise auf einen besonderen Schutz angewiesen. Schnelle Tests und umfassende Schutzbekleidung sind in ausreichender Menge bereitzustellen“, so Landesvorsitzender Franz Haverkamp.

Menschen mit einem besonderen Schutzbedürfnis

In den niedersächsischen Wohnstätten der Behindertenhilfe leben mehrere tausend Menschen mit Beeinträchtigungen, die aufgrund ihrer physischen, psychischen und sozialen Situation auf einen besonderen Betreuungsrahmen angewiesen sind. Sie alle werden aktuell in ihrem Zuhause rund um die Uhr versorgt und begleitet, weil Werkstätten und Förderstätten geschlossen sowie Bildungs- und Freizeitangebote eingestellt werden mussten. Einige der Bewohner*innen haben schwere und mehrfache Beeinträchtigungen sowie Vorerkrankungen und ein bereits geschwächtes Immunsystem.

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Die Lebenshilfe Salzgitter ist dieses Jahr erstmals von der Allianz der Region als Zukunftgeber  ausgezeichnet worden.

„Wann ist ein Arbeitsplatz zukunftsfähig? Eines steht fest: Moderne technische Ausstattung allein reicht nicht aus. Es braucht auch eine gesunde Unternehmenskultur sowie innovative Formen der Zusammenarbeit und Arbeitsorganisation. Die Workshopreihe ZUKUNFTGEBER belohnt mit dem Siegel ZUKUNFTGEBER Arbeitgeber, die sich mit diesen Themen ernsthaft befassen.“